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Haiti
Haiti (frz.: Haïti; kreol.: Ayiti) ist ein Staat, der den westlichen Teil der karibischen Insel Hispaniola ausmacht und an die Dominikanische Republik grenzt.
Bevölkerung
Die Lebenserwartung beträgt knapp 53 Jahre (2005). Die Säuglingssterblichkeit lag im Jahre 1997 bei 9,2 %, die Kindersterblichkeit bei 13,2 %. Das durchschnittliche jährliche Bevölkerungswachstum von 1990-1997 betrug 1,9 %. 1995 waren 55 % der Bevölkerung Analphabeten.
33 % der Haitianer leben in Städten. Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Port-au-Prince 1.234.742 Einwohner, Carrefour 439.581 Einwohner, Delmas 377.187 Einwohner, Cap-Haitien 134.815 Einwohner und Pétionville 108.227 Einwohner.
- Siehe auch: Liste der Städte in Haiti
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Haitis
In den Jahrzehnten, die auf die Entdeckung der Insel Hispaniola durch Christoph Columbus im Jahr 1492 folgten, wurde die indigene Urbevölkerung dieser Insel, die Arawaks (auch Tainos genannt), fast vollständig ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert schließlich wurde die Insel durch afrikanische Sklaven wiederbevölkert, die auf den Zuckerplantagen eingesetzt wurden.
1697 trat Spanien das westliche Drittel der Insel, welches von da an Saint-Domingue genannt wurde, an Frankreich ab. Dieses Gebiet wurde im Verlauf des 18. Jahrhunderts zur reichsten Kolonie des französischen Kolonialreichs. Am 22. August 1791 kam es unter der Führung von Toussaint L'Ouverture und Jean-Jacques Dessalines zu einem Sklavenaufstand, der sich zu einem gegen die französischen Truppen gerichteten Zermürbungskrieg entwickelte. Selbst eine von Napoleon nach Saint-Domingue gesandte Armee wurde geschlagen. Saint-Domingue erklärte am 1. Januar 1804 unter dem Namen Haiti seine Unabhängigkeit von Frankreich.
Haiti, die erste unabhängige Republik von Schwarzen und Mulatten, engagierte sich in der Abschaffung der Sklaverei und unterstützte auch Venezuela, Peru und Kolumbien bei ihrem Unabhängigkeitskampf unter Revolutionsführern wie Bolívar und Miranda. Haiti schaffte unter Präsident Boyer - der das seit 1806 in einen mulattischen Süden und schwarzen Norden geteilte Haiti 1820 wiedervereinte - nach erfolgter Annexion des östlichen Teils der Insel (der späteren Dominikanischen Republik) 1822 auch dort die Sklaverei ab. Von diesem Engagement fühlten sich die USA und die europäischen Staaten bedroht, worauf sie Sanktionen gegen Haiti verhängten. Zusätzlich zu diesem gegen die haitianische Wirtschaft geführten Schlag forderte Frankreich als Gegenleistung für die Anerkennung der Unabhängigkeit Haitis im Jahr 1825 Entschädigungen für ehemalige Plantagenbesitzer. Diese Zahlungen in Höhe von 90 Millionen Francs d'Or (was nach Schätzungen in heutiger Währung 17 Milliarden Euro entsprechen soll) zahlte Haiti an Frankreich durch viele Jahrzehnte.
Seitdem ist Haiti zum ärmsten Land der westlichen Hemisphäre geworden, was abgesehen von den erwähnten Zahlungen auch auf die alsbald nach der Unabhängigkeit erfolgte Zerschlagung der Großplantagen und die Verteilung des Bodens unter der Bevölkerung zurückgeführt wird, was den Export des Agrarlands Haiti zusammenbrechen ließ. Mehrere Versuche, die Produktivität der Landwirtschaft zu heben (beginnend mit dem "Code Rural" von 1826), sind an der aus kleinen und kleinsten Parzellen bestehenden Agrarstruktur gescheitert.
Zudem hatte Haiti während des größten Teils seiner Geschichte unter Gewaltherrschern und Kleptokraten zu leiden. Von 1915 bis 1934 war das Land von den USA besetzt, die mit ihrem Rassismus die Schwarzen und Mulatten Haitis gegen sich aufbrachten. Ab 1957 herrschte der frühere Landarzt Francois "Papa Doc" Duvalier über Haiti; zum Diktator setzte er sich 1964 ein. Er wurde durch die sogenannten "Tonton Macoutes" bekannt, einer umfangreichen Freiwilligentruppe, die Elemente einer Geheimpolizei und einer Schlägertruppe auf sich vereinte. Sein Sohn Jean-Claude "Baby Doc" Duvalier folgte ihm im Alter von 19 Jahren im Jahr 1971 in der Regierung. "Baby Doc" wurde 1986 aus dem Land vertrieben.
Einer Verfassungsreform 1987 schloss sich nach einem Putsch schon bald eine Militärregierung an. Haiti schien aufatmen zu können, als 1990 Jean-Bertrand Aristide, an den sich viele Hoffnungen knüpften, mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurde. Aber schon 1991 wurde Aristide von dem Brigadegeneral Raoul Cédras aus dem Amt geputscht. 1994 konnte Aristide im Gefolge einer US-amerikanischen Intervention in sein Amt zurückkehren und 1996, nach Ablauf seiner Amtszeit, das Amt an seinen engen Weggefährten René Préval übergeben. Das UNO-Mandat, unter welchem Haiti seit 1995 stand, lief 1997 wieder aus.
2000 fanden umstrittene Parlamentswahlen statt, welche die Partei Aristides gewann. Als Aristide mit über 90 Prozent der Stimmen auch die Präsidentenwahl gewann, wurden Vorwürfe laut, dass die Wahlen manipuliert gewesen seien. Aristide, der einstige Hoffnungsträger, welcher sein Amt 2001 antrat, wurde 2004 während eines Putsches aus dem Land verbracht, was das Land bis zum heutigen Zeitpunkt an den Rand eines Bürgerkriegs brachte. Derzeit regiert eine Übergangsregierung, welche freie Wahlen vorbereiten sollte.
Politik
Hauptartikel: Haitianische Politik
Verwaltungsgliederung
Haiti gliedert sich in zehn Departements. Diese sind (in Klammern die Hauptstadt):
Wirtschaft
In der Kolonialzeit galt Haiti als eines der reichsten Länder der Karibik. Um die Anerkennung der Unabhängigkeit durch die ehemalige Kolonialmacht Frankreich zu erreichen, musste sich jedoch Haiti durch hohe Zahlungsverpflichtungen "freikaufen". Diese Zahlungen, die fast das ganze 19. Jahrhundert hindurch andauerten, überstiegen die Leistungskraft Haitis bei weitem. Zusammen mit politischer Instabilität und langjähriger Misswirtschaft führte dies dazu, dass sich Haiti zum Armenhaus Amerikas entwickelte.
Seit dem Sturz von Jean-Bertrand Aristide ist die Wirtschaft des Landes in einer schweren Krise. Doch erste Anzeichen der Normalisierung zeigten sich am 4. März 2004, denn in Port-au-Prince öffneten erstmals wieder die Banken. Der Industrieverband Haitis schätzt die entstandenen Schäden der Unruhen auf mehr als 100 Millionen Euro.
Kultur
Sprachen
Die beiden Hauptsprachen Haitis sind das Haitianische und die Französische Sprache. Letztere hat v. a. als Zweitsprache und Bildungssprache größere Bedeutung. Ausschließlich religiöse Bedeutung hat die Sprache Langaj (auch Langay oder Haitian Voodoo Culture Language). Die Sprachen der indigenen Indianer sind ausgestorben.
Religionen
67% der BewohnerInnen sind katholisch oder protestantisch; Voodoo-Kulte sind bei rund 70% der Bevölkerung verbreitet (Stand 1999).
Weitere Themen
- Baka (Geist) (haitianischer Geist)
- La Dessalinienne (Nationalhymne)
- Voodoo (Religion)
Literatur
- C. L. R. James, The Black Jacobins: Toussaint L'Ouverture and the San Domingo Revolution (1938, Vintage, ISBN 0679724672), deutsch: Die schwarzen Jakobiner. Toussaint L'Ouverture und die San-Domingo-Revolution. Berlin 1984.
- Martin Ros, Night of Fire - The Black Napoleon and the Battle for Haiti, DaCapo Press, New York 1993, ISBN 0962761389
Weblinks
- [http://www.hartford-hwp.com/archives/43a/index-aa.html#Z2 Geschichte, englisch]
- [http://www.zmag.de/artikel.php?id=1013 Medien vs. Realität in Haiti von Anthony Fenton]
- [http://www.chomsky.info/articles/20040309.htm US-Haiti von Noam Chomsky, englisch]
- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?type_id=14&land_id=57 Landes- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes]
- [http://www.200d.de/haiti Geschichten aus Haiti]
- [https://listhost.uchicago.edu/mailman/listinfo/haiti-news Haiti-news list], Haiti Nachrichten, englisch
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Kategorie:Staat
ja:ハイチ
ko:아이티
ms:Haiti
simple:Haiti
zh-min-nan:Haiti
Französische Sprache
Die französische Sprache (Französisch) gehört zur
romanischen Gruppe der indogermanischen Sprachen. Sie wird gegenwärtig von ca. 77 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Zählt man Zweitsprachler hinzu, kommt man auf ca. 130 Millionen Sprecher
(Stand für beide Zahlen 1999).
Der Language Code ist fr bzw. fra oder
fre (nach ISO 639); für Altfranzösisch (842 bis
ca. 1400) ist der Code fro und für Mittelfranzösisch
(ca. 1400 bis 1600) ist der code frm.
Geschichte der französischen Sprache
Die französische Sprache entwickelte sich nach dem Zerfall des Römischen Reiches aus dem Vulgärlatein der gallo-römischen Bevölkerung in der Nordhälfte des heutigen Frankreichs. Allerdings färbte die keltische Bevölkerung die neu entstehende Volkssprache vorwiegend im Klangbild. Einen stärkeren Einfluss übten die Germanen, insbesondere die Franken, aus. Sie eroberten das Gebiet in der Spätantike und prägten den französischen Wortschatz entscheidend mit. Dabei bildeten sich verschiedene Dialekte heraus, die als Langues d'oïl zusammengefasst werden. Die ersten Dokumente, die der französischen Sprache zugeordnet werden, sind die Straßburger Eide, die 842 sowohl auf Altfranzösisch als auch auf Althochdeutsch verfasst wurden.
Unter den Kapetingern kristallisiert sich Paris allmählich als politisches Zentrum Frankreichs heraus, wodurch der dortige Dialekt, das Franzische, zur Hochsprache reift. Aufgrund der zunehmend zentralistischen Politik werden die anderen Dialekte stark zurückgedrängt.
Nachdem 1066 Wilhelm der Eroberer den englischen Thron besteigt, wird das normannische Französisch für zwei Jahrhunderte die Sprache des englischen Adels. In dieser Zeit wurde die englische Sprache sehr stark vom Französischen beeinflusst.
Mit den Albigenserkreuzzügen erreicht Frankreich seine heutige Ausdehnung. Dabei werden die Langues d'oc (siehe unten) zugedrängt und unterdrückt.
Durch den Edikt von Villers-Cotterêts wird 1539 die Französische Sprache als Landessprache Frankreichs festgelegt.
Im Jahre 1634 gründete Kardinal Richelieu die Académie Française, die sich mit der "Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache" beschäftigt.
Ab dem 17. Jahrhundert wird Französisch die lingua franca des europäischen Adels, zunächst in Mitteleuropa, im 18. und 19. Jahrhundert auch in Osteuropa (Polen, Russland, Rumänien). In dieser Zeit entwickelte sich Frankreich zu einer Kolonialmacht und legte damit den Grundstein für die heutige Verbreitung der französischen Sprache außerhalb Europas und der französischen Kreolsprachen. Das 1830 unabhängig gewordene Belgien erobert ebenfalls Kolonien, wo die französische Sprache eingeführt wird.
Im 18. Jahrhundert übernimmt das Französische als Sprache des Adels die Domäne der internationalen Beziehungen und der Diplomatie (zuvor: Latein). Als Großbritannien im 19. Jahrhundert zur herrschenden Kolonialmacht, und die USA im 20. Jahrhundert zur Weltmacht wurden, ändert sich die Sprachsituation zu Gunsten der englischen Sprache.
Mit der Dezentralisierung in den 1980er Jahren wird den Regionalsprachen sowie den Dialekten in Frankreich mehr Freiraum eingeräumt, wodurch sie eine Renaissance erfahren. 1994 wird in Frankreich das Loi Toubon erlassen, ein Gesetz, das den Schutz der französischen Sprache sichern soll.
Aussprache
Siehe: Aussprache der französischen Sprache
Verbreitung
Amtssprache
Französisch ist allein oder zusammen mit anderen Sprachen Amtssprache in folgenden Staaten (in Klammern die Anzahl der Muttersprachler)
Außerdem ist Französisch eine der Amtssprachen der Europäischen, der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten sowie der Vereinten Nationen.
Sonstige Verwendung
Französisch ist darüber hinaus Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Algerien
- Andorra
- Dominica
- Kanalinseln (unter britischer Krone)
- Libanon
- Louisiana (USA)
- Marokko
- Mauretanien
- Tunesien
Zudem bildet Französisch die Grundlage verschiedener Terminologien, z.B. in der gastronomischen Fachsprache und im Ballett.
Sprachvarianten der französischen Sprache
Französisch ist eine indoeuropäische Sprache und gehört zu den galloromanischen Sprachen, die in zwei Gruppen geteilt werden: langues d'oïl im nördlichen Frankreich und Belgien und langues d'oc im Süden Frankreichs. Hierbei ist der Status, was dabei Dialekt und was eigenständige Sprachen ist, umstritten. Meistens spricht man von zwei Sprachen und deren jeweiligen Patois, den französischen Dialekten. Das Französische wird den langues d'oïl zugeordnet und geht auf eine Mundart aus dem Raum Ile de France zurück.
Sie grenzen sich von den langues d'oc ab, die südlich des Flusses Loire verbreitet sind und eine eigene Sprache darstellen. Die Unterscheidung bezieht sich auf die Verwendung des Wortes Ja - Oc im Süden und Oïl im Norden. Zudem ist bei den Langues d'oc, die zusammenfassend auch als Okzitanisch bezeichnet werden, der romanische Charakter stärker ausgeprägt.
Daneben gibt es das Franko-Provenzalische, was mitunter keiner der beiden anderen gallo-romanischen Sprachen zugeordnet wird. Da es allerdings keine Hochsprache entwickelt hat, wird es von manchen als Dialekt der langues d'oc angesehen.
Gallo-romanische Sprachen:
- langues d'oïl (Französisch)
- Gallo, Wallonisch, Picardisch
- Franko-Provenzalisch
- langues d'oc (Okzitanisch)
- Provenzalisch, Languedokisch, Gaskognisch
Aufgrund der internationalen Verbreitung gibt es auch landestypische Eigenheiten der französischen Sprache:
- Belgisches Französisch
- Schweizer Französisch
- Französisch in den USA
- Cajun
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Französisch in Kanada
- Kanadisches oder Quebecer Französisch
- Akadisches Französisch
- Neufundländisches Französisch
- Michif
- Jèrriais
- Französisch geprägte Kreolsprachen
Alle wichtigen Dinge zur Konjugation finden sich unter französische Konjugation
Objekt
Objektpronomen
Welches Objektpronomen ersetzt welches Objekt?
Dieses "de" kann auch ein Teilungsartikel sein.
Welches Objektpronomen steht in welcher Reihenfolge im Satz?
wobei
- [se] für ein eventuelles Reflexivpronomen steht,
Wo stehen die Objektpronomen im Satz?
- Objektpronomen stehen immer vor dem konjugierten Verb.
- Ausnahme bei Infinitivkonstruktionen: Objektpronomen stehen dann vor dem handlungstragenden Infinitiv
Beispiele
Modus Indicatif :
Modus Subjonctif :
Dieses Modus existiert nicht im Deutschen. Er ist mit Konstruktionen mit "que" zu verwenden.
Modus Conditionnel :
Dieses Modus drückt die Bedingung aus.
Außerdem hat die französische Sprache das Modus Impératif, das in Présent und Passé geteilt ist. Diese Teilung gilt auch für die Moden Participe und Infinitif.
Konnektoren
cause (Ursache)
conjonctions:
parce que
puisque,
pour la simple et bonne raison que,
comme,
étant donné que,
du fait que,
attendu que,
considérant que,
vu que,
soit parce que,
sous prétexte que,
ce n'est pas parce que,
car,
en effet,
tellement,
tant,
d'autant plus que,
d'autant moins que,
d'autant mieux que,
surtout que,
à présent que,
maintenant que,
dès l'instant où,
dès lors que,
du moment que
prépositions:
à cause de,
grâce à,
avec,
étant donné,
du fait,
à la lumière de,
attendu que,
eu égard à,
vu,
à la suite de,
par suite de,
sous,
à,
pour,
par,
de,
à force de,
faute de,
par manque de,
à defaut de,
sous prétexte que,
sous couleur de,
sous couvert de
conséquence (Folge)
conjonctions:
si bien que,
de telle manière que,
de telle façon que,
de telle sorte que,
en sorte que,
tel +Nomen +que,
verbe +tellement,
verbe +tant,
si +Adj. +que,
au point que,
tant et si bien que,
tant et tant que,
à telle enseigne que,
pour que,
il s'en faut de ... que,
sans que,
donc,
partant,
par conséquant,
en conséquence,
c'est pourquoi,
voilà pourquoi,
de ce fait,
c'est pour cela que,
alors,
depuis lors,
dès lors,
de cette manière,
ainsi,
aussi,
du coup,
d'où,
de là
but (Ziel)
conjonctions:
pour,
afin de,
pour que,
afin que,
si...c'est pour que,
de manière à,
de façon à,
de manière que,
de façon que,
de sorte que,
de manière à ce que,
de façon à ce que,
de telle manière que,
de telle façon que,
de telle sorte que,
pour ne pas,
afin de ne pas,
de peur de,
de crainte de,
il faut que,
il suffit de
prépositions:
dans le but de,
en vue de,
à dessein de,
histoire de,
question de,
affaire de,
dans/avec l'intention de,
dans la perspective de,
dans le souci de,
avec l'idée de,
dans/avec l'espoir de,
avec l'arrière-pensée de,
dans le seul but de,
à seule fin de,
en vue de,
en perspective de,
dans un souci de
condition (Bedingung)
conjonctions:
à condition que,
à la seule condition que,
à une seule contition, c'est que...,
sous la condition que,
pourvu que,
pour peu que,
si tant est que,
pour autant que,
dans la mesure où
prépositions:
à,
à condition de,
faute de,
à defaut de,
à moins de,
quitte à,
au risque de,
avec,
en das de,
sans,
en l'absence de,
sauf,
sous réserve de
hypothèse (Annahme)
conjonctions:
à supposer que,
en supposant que,
supposé,
une supposition,
en admettant que,
au cas où,
dans le cas où,
pour le cas où,
dans l'hypothèse où,
des fois que,
suivant que,
selon que,
soit que,
...,autrement,
...,sans cela/quoi,
...,faute de quoi,
à moins que
opposition (Gegensatz)
adverbes:
au contraire,
à l'opposé,
inversement,
en revanche,
par contre,
à la place
prépositions:
contrairement à,
au contraire de,
contre,
à l'encontre de,
à/au rebours de,
à l'opposé de,
à l'inverse de,
au détriment de,
face à,
en face de,
à côté de,
auprès de,
au lieu de,
à la place de,
loin de
conjonctions:
et,
alors que,
tandis que,
alors même que,
pendant que,
tandis que,
cependant que,
là où,
autant...autant...,
au lieu que
concession (Einschränkung)
adverbes:
pourtant,
cependant,
nonobstant,
néanmoins,
toutefois,
seulement,
malheureusement,
quand même,
tout de même,
malgré tout
coordonnants:
mais,
or,
et
prépositions:
malgré,
sans,
en dépit de,
au mépris de,
nonobstant,
avec,
pour,
sans,
au risque de,
quitte à
conjonctions:
bien que,
quoique,
sans que,
encore que,
même si,
quand bien même,
tout/pour/si/aussi/quelque +Adj. +que +Subj.,
quoi que ce soit,
quoi qu'il arrive/advienne,
où que,
quel que soit
comparaison (Vergleich)
conjonctions:
comme,
comme pour,
comme quand,
comme lorsque,
aussi +Adj./Adv. +que...,
autant +de +Nominalgruppe +que...,
rien ne...tant que,
ainsi que,
au même titre que,
de même que,
tel que,
tel...,tel...,
autant...,autant...,
plus...que,
rien de plus +Adj...que de +Inf.,
davantage,
meilleur que,
mieux que,
pire que,
pis que,
plutôt que,
à mesure que,
au fur et à mesure que,
tant que,
plus...,plus...,
moins...,moins...,
d'autant plus/moins/mieux...que...
prépositions:
comme,
de,
en
Französische Wendungen im deutschen Sprachgebrauch
- à - je, zu (je), für (je); vor Preisangaben von Waren.
- à bas [a'ba] - "nieder mit".
- a condition - bedingungsweise (Lieferung).
- à deux mains - mit beiden Händen
- à discretion - nach Belieben.
- à fonds perdu - auf Verlustkonto, nichtrückzahlbar.
- à jour - "bis zu dem Tage", auf dem laufenden.
- à la ... - nach Art von ...
- à la bonne heure - ["zur guten Stunde"], sehr gut!, bravo!, ausgezeichnet!
- à la carte [-'kart] - nach der (Speise-)Karte, nach Wahl
- à la mode - nach der Mode, modisch
- à la suite[-'syit] - im Gefolge
- à propos - nebenher bemerkt
- à quatre - zu vieren
- à tout prix - um jeden Preis
- comme il faut - wie es sich gehört
- déjà-vu
- jour-fix
- peut-à-peut
- vis-à-vis
Sprachregulierung
Die Französische Sprache wird reguliert durch:
- Académie française
- Loi Toubon - Gesetz zum Schutz der französischen Sprache
Siehe auch
- Frankophonie
- Sprachen in Frankreich
- Französische Rechtschreibreform
- Französischunterricht
- Argot
- Verlan
- Gérondif
- Gallizismus
Weblinks
- [http://www.academie-francaise.fr/ L'académie française]
- [http://sf.gidoo.de/de/service/rectifications-orthographiques.html Informationen zu den orthografischen Korrekturen (rectifications orthographiques)]
- [http://www.russki-mat.net/frz/Argot.htm Wörterbuch der französischen Umgangssprache]
- [http://www.sprachurlaub.de/service/franzoesisch-lernen.htm Vollständige franzöische Grammatik - sehr anschaulich]
- [http://www.verben.info/ Französische Verben online üben]
-
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Romanische Sprache
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Schweizer Sprache
als:Französische Sprache
ja:フランス語
ko:프랑스어
simple:French language
th:ภาษาฝรั่งเศส
zh-min-nan:Hoat-gí
Staat
Max Weber definiert in seiner Herrschaftssoziologie Staat als einen solchen politischen Anstaltsbetrieb, dessen Verwaltungsstab erfolgreich das Monopol legitimen physischen Zwanges (also das Gewaltmonopol) für die Durchführung der Ordnungen in Anspruch nimmt (Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, [http://www.textlog.de/7321.html Kap. 1, § 17]). In der Ökonomie wird der Staat oftmals als Summe aller Zwangsverbände betrachtet. Zur Unterscheidung oder Kongruenz von Staat und Gesellschaft siehe Staat und Gesellschaft.
Ein Staat (aus lat. status Zustand, Verfassung) ist ein ein Gebilde, das laut der Konvention von Montevideo folgende Eigenschaften aufweist:
- eine mehr oder weniger stabile Kernbevölkerung (Staatsvolk);
- einen klar abgegrenzten oder definierten Landbesitz (Staatsgebiet, Territorium);
- eine Regierung, die eine Staatsgewalt ausüben kann;
- die Fähigkeit, mit anderen Staaten in politischen Kontakt zu treten, d. h., ein Völkerrechtssubjekt zu sein.
Die klassische Staatsrechtslehre nennt nur die ersten drei Merkmale (Drei-Elemente-Lehre Jellineks). In diesem Sinne sind die Glieder eines Bundesstaates, wie die deutschen Länder auch "Staaten" (übrigens auch beschränkt Völkerrechtssubjekte, da sie auf Grund ihrer "Kulturhoheit" z. B. mit dem Heiligen Stuhl unabhängig von der Bundesrepublik Deutschland Konkordate abschließen können). Der klassische Ausnahmefall eines Staates ohne Staatsgebiet ist - seit der Annexion Maltas durch Napoleon I. - der "Souveräne Malteserorden".
Die Souveränität ist kein definierendes Merkmal des Staates. Staaten können rechtlich auch dann fortbestehen, wenn sie unter Besatzung stehen (okkupiert sind); oder (in der älteren Staatsrechtslehre), wenn sie nur "souverän" sind (z. B. Samos im Osmanischen Reich). Jedoch muss faktisch eine Teilsouveränität gegeben sein.
Wie denn überhaupt das Völkerrecht mangels einer Welt-Legislative von Entscheidungen von Fall zu Fall abhängt (case law) und mithin ein sehr nachgiebiges Recht ist, wenn Völkerrechtssubjekte "Fakten setzen".
Völkerrechtliche Anerkennung
Ein Staat bedarf zu seiner Gründung keiner juristischen Legitimation (er wird 'ausgerufen', vgl. den Rütli-Schwur bei der Begründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Mittelalter - die neuzeitliche Schweizerische Konföderation besteht aber durchaus aus einzelnen Staaten, den Kantonen). International hat es sich eingebürgert, einen Staat anzuerkennen, sobald mehrere andere Staaten seine Existenz anerkannt haben.
Einige Gebiete wie Taiwan oder Nordzypern auf Zypern, die zwar die Merkmale eines Staates aufweisen, wurden dennoch, meist aus politischen Gründen, nicht allgemein anerkannt; diese werden als Stabilisierte De-Facto-Regime bezeichnet.
Die Konvention von Montevideo regt häufig zu Diskussionen an, ob es möglich ist, durch Kauf einer staatenlosen Insel oder Bohrinsel quasi eine Mikronation zu gründen. Die Anerkennung durch andere Staaten ist das Hauptproblem solcher Vorhaben.
Anzahl
Insgesamt gibt es 192 vollständig anerkannte souveräne Staaten. Darunter fallen die 191 Mitglieder der UNO sowie die Vatikanstadt. Weitere Staaten sind nur von einer Minderheit der weltweiten Staaten anerkannt, dies sind u. a. Taiwan, Westsahara (DARS), die Cookinseln und Niue.
Literatur
- Michail Bakunin, Gott und der Staat, Berlin: Karin Kramer 1995
- Karl Held (Hrsg.): [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/staat/staat_i.htm Der bürgerliche Staat]. Die Staatsableitung. München, 1999. 138 Seiten ISBN 3-929211-03-3
- Stefan Breuer: Der Staat. Entstehung, Typen und Organisationsstadien, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1998.
- Heide Gerstenberger, Die subjektlose Gewalt. Theorie der Entstehung buergerlicher Staatsgewalt, Münster: Westfälisches Dampfboot 2005
- Wolfgang Reinhard, Geschichte der Staatsgewalt. Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart, Sonderausgabe, München: C.H. Beck 2002
- Franz Oppenheimer: [http://www.opp.uni-wuppertal.de/oppenheimer/st/staat0.htm Der Staat], 3. überarbeitete Auflage von 1929
- OVG Münster, Urteil vom 14.02.1989, Az. 18 A 858/87, in: NVwZ 1989, S. 790.
Siehe auch
- Staatstheorie
- Liste unabhängiger Staaten
- Liste der Staatsformen souveräner Staaten
- Staatliche Souveränität
- Territoriale Integrität
Kategorie:Politische Geographie
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ja:国家 simple:State
KaribikDas bis 7.680 m tiefe Karibische Meer (kurz die Karibik) ist als südöstlicher Teil des Amerikanischen Mittelmeers durch die Westindische Inselkette, die sich in einem Bogen vom Golf von Mexiko bis fast nach Venezuela erstreckt, vom Atlantischen Ozean abgetrennt.
Die Karibik ist nach dem Volk der Kariben benannt, das die spanischen Eroberer auf den Kleinen Antillen vorgefunden hatten.
Bevölkerung
Die Karibik ist ein buntes Völkergemisch mit insgesamt etwa 35 Mio.
Einwohnern. Neben den Spaniern leben auch Kreolen, Mulatten und Inder auf den verschiedenen Inseln der Karibik.
Spanisch und Englisch sind die Hauptsprachen der Karibik. Daneben wird auf Haiti auch Französisch gesprochen, hinzu kommen verschiedene Kreol-Sprachen. Niederländisch wird ebenfalls gesprochen.
Geologie
Der größte Teil der Karibik, die im Kaimangraben bis 7.680 m tief ist, befindet sich auf der Karibischen Platte, nur ihr Nordwestteil, der jenseits dieses Tiefseegrabens liegt, liegt auf der Nordamerikanischen Platte.
Geschichte der Karibik
Nordamerikanischen Platte
Vor den Entdeckungen im 1. Jahrtausend v. Chr. setzten die Arawak-Indianer von Venezuela kommend auf die karibischen Inseln über. Von Trinidad kommend, breiteten sie sich nach Norden aus. Ihnen folgten rund 1500 Jahre später die kriegerischen Kariben, die die Arawaken langsam von den kleinen Antillen vertrieben. Zur Zeit der Entdeckungsreisen Christoph Kolumbus besiedelten die Arawaken Kuba, Hispaniola sowie die Bahamas, während die Kariben die kleinen Antillen bewohnten.
Entdecker und Siedler
Als Kolumbus im Auftrag der spanischen Krone 1492 auf San Salvador landete, war er vor allem auf der Suche nach Gold und anderen Reichtümern. Aber die Arawaken legten keinen Wert auf das, was Europäer als Reichtum ansahen. So wurde die Karibik zwar besiedelt, aber die Konquistadoren zog es alsbald auf den amerikanischen Kontinent. Nach und nach ließen sich auch Engländer, Niederländer und Franzosen nieder; sogar Dänemark und Kurland waren im Besitz einiger Kolonien.
Die Karibik war besonders im 16. Jahrhundert Schauplatz von Piraterie. Die kleinen Inseln boten den Seeräubern, die zum Teil als Freibeuter im Auftrag eines Königs unterwegs waren, zahlreiche Unterschlupfmöglichkeiten und die spanischen Schatzflotten ein gutes Angriffsziel. Port Royal auf Jamaika sowie die französische Siedlung auf Tortuga waren regelrechte Piratensiedlungen.
Unabhängigkeit
Die meisten Inseln wurden Mitte des 20. Jahrhunderts unabhängig.
US-Interventionen in der Karibik und Mittelamerika
- Nicaragua: 1833, 1854-57, 1896, 1909-10, 1912-25, 1926-33
- Mexiko: 1845-48, 1914, 1916-17
- Honduras: 1896, 1905, 1907, 1911, 1917, 1919, 1924-29
- Kuba: 1898, 1901-03, 1906-09, 1912, 1917-19, 1921-23, 1933, 1961
- Panama: 1903, 1908, 1912, 1917-18, 1921, 1989
- Dominikanische Republik: 1904, 1914, 1916-24, 1965-66
- Haiti: 1915-35, 1944, 1994
- Costa Rica: 1919
- Guatemala: 1920, 1954
- Grenada: 1983
An die Karibik grenzende Staaten
- Belize (da dieses Land englischsprachig ist, wird es in der Literatur teilweise mit zur Karibik gezählt)
- Costa Rica
- Guatemala
- Honduras
- Kolumbien
- Mexiko
- Nicaragua
- Panama
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- Venezuela
Inselgruppen im Atlantik, die aber zur Karibik gezählt werden
- Bahamas
- Turks- und Caicosinseln
Inseln und Inselgruppen in der Karibik
Turks- und Caicosinseln
- Amerikanische Jungferninseln
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- San Andrés y Providencia (Kolumbien)
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- St. Kitts und Nevis
- St. Lucia
- St. Vincent und die Grenadinen
- Trinidad und Tobago
Literatur
Eine geistreiche Beschreibung zur Geschichte, Situation und Bedeutung der Karibik zur Zeit der europäischen Kolonisation der Welt findet sich in dem von Andreas Venzke herausgegebenen Tagebuch des Seemanns Heinrich Hasebeck: Gasparan oder die letzte Fahrt des Francis Drake, Benziger-Verlag, Zürich 1996 ISBN 3-545-36531-X
Verwandte Themen
- Mittelamerika
- Westindische Inseln
- Inseln über dem Winde
- Inseln unter dem Winde
- Antillen
- ABC-Inseln
Kategorie:Meer
Kategorie:Geographie (Karibik)
Kategorie:Karibik
ja:カリブ海
ko:카리브 해
InselstaatEin Inselstaat ist ein Staat, der aus einer oder mehreren Inseln besteht und/oder aus einem oder mehreren Teil(en) einer oder mehrerer Inseln, nicht aber aus dem Festland eines Kontinents. Sie unterscheiden sich damit von den Binnen- und Küstenstaaten. Von den derzeit insgesamt 194 souveränen Staaten der Welt (Stand: 2004) liegen 47 auf einer oder mehreren Inseln.
Siehe auch:
- Liste der Staatsformen souveräner Staaten
- Liste der Inselstaaten
- Liste unabhängiger Staaten
- Liste unabhängiger Staaten nach Bevölkerungsdichte
- Liste unabhängiger Staaten nach Einwohnerzahl
- Liste unabhängiger Staaten nach Fläche
Kategorie:Politische Geographie
Hispaniola
Hispaniola (span. La Española „die Spanische“) ist mit einer Fläche von etwa 74.700 km² die zweitgrößte der Westindischen Inseln. Sie liegt östlich von Kuba.
Geografie
Politische Gliederung
Der größere östliche Teil der Insel bildet heute die Dominikanische Republik, der kleinere westliche Teil die Republik Haiti.
Ursprung der Namen
Die Indianer nannten die Insel Aytí, woraus die heutige Bezeichnung „Haiti“ entstand. Haiti bezeichnet also ursprünglich die gesamte Insel.
Christoph Kolumbus nannte die Insel La Isla Española („die spanische Insel“). Die Engländer verballhornten den Namen zu Hispaniola.
Die Insel Hispaniola wurde in der Kolonialzeit politisch in einen spanischen Ostteil, Santo Domingo (oder San Domingo) genannt (nach der gleichnamigen Stadt), und einen französischen Westteil, Saint Domingue (oder Saint-Domingue), getrennt. Aus dem Ostteil wurde die Dominikanische Republik, aus dem Westteil Haiti, das zeitweise in das nördliche Nord-Haiti und die südliche Mulatten-Republik geteilt war.
In diesem Artikel ist, wenn nicht ausdrücklich von der Stadt gesprochen wird, mit Santo Domingo immer der Ostteil Hispaniolas gemeint. Auch ist mit Haiti der Klarheit wegen immer der Staat im Westteil der Insel gemeint.
Geologie
Hispaniola, Jamaica, Kuba und Puerto Rico sind zusammen bekannt als die Großen Antillen. Diese bestehen aus Kontinental-Felsen, im Gegensatz zu den Kleinen Antillen, die hauptsächlich vulkanische oder Korallen-Inseln sind.
Auf der Insel liegen fünf große Bergketten. Die Central Range erstreckt sich von der südlichen Küste bis in den Nordwesten der Insel, wo sie Nordmassiv genannt wird. Im Central Range liegt der mit 3.175 m höchste Berg der Karibik. Die Cordillera Septentrional verlaufen parallel zu den Central Range an der nördlichen Küste und erstreckt sich als Halbinsel Samaná bis in den Atlantik. Der höchste Punkt dieser Bergkette ist Pico Diego de Ocampo.
Die Sierra de Neiba erhebt sich im Südwesten der Dominikanischen Republik und verlauft nordwestlich nach Haiti als Montagnes Noires, Chaîne des Matheux und Montagnes du Trou d'Eau. Das Zentralplateau liegt zwischen dem Nordmassiv und der Montagnes Noires. Die Plaine de l'Artibonite liegt zwischen den Montagnes Noires und den Chaîne des Matheux und erstreckt sich westwärts zum Golf von Gonâves.
Die südliche Bergkette beginnt als Sierra Baoruco und erstreckt sich westwärts unter dem Namen Massif de la Selle und Massif de la Hotte und bildet die südwestliche Halbinsel Haitis. Morne de la Selle ist mit 2.715 m die höchste Erhebung der Bergkette und Haitis. Eine Tiefebene verläuft parallel zur südlichen Bergkette, die in Haiti als Plaine du Cul-de-Sac bekannt ist und an deren westlichen Ende Haitis Hauptstadt Port-au-Prince liegt. In der Tiefebene liegen einige Salzwasserseen, unter anderem die Saumatre-Lagune in Haiti und der Enriquillo-See in der Dominikanischen Republik.
Flora und Fauna
Das Klima auf Hispaniola ist allgemein feucht und tropisch. Die Insel hat vier verschiedene Ökoregionen. Feuchtwälder bedecken etwa 50 % der Insel, besonders den nördlichen und östlichen Teil, vorwiegens die Tieflande, aber auch bis in eine Höhe von 2.100 Metern. Die Region der Trockenwälder bedeckt etwa 20 % der Insel, im Regenschatten der Berge im Süden und Westen sowie im Cibao-Tal im mittleren Norden der Insel. Die hispanionischen Kiefernwälder bedecken die bergigsten 15 % der Insel oberhalb von 850 Metern. Die Enriquillo-Feuchtlande sind eine Region überschwemmter Weiden und Savannen, die die Seenkette des Enriquillo-Sees, die Rincón-Lagune, des Caballero-Sees, der Saumatre-Lagune und des Trou Cayman umgibt.
Geschichte
Präkolumbische Zeit
Bis 1492 lebten auf Hispaniola hauptsächlich die indianischen Völker der Arawak, Siboney, Quisqueya und der Kariben. Man schätzt die Einwohnerzahl bei der Ankunft von Kolumbus auf 400.000 bis zu 1 Million.
Vielleicht der Höhepunkt der vorkolonialen Kulturgeschichte war die Kultur der Arawak, die aus Venezuela stammten und seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. über die Kleinen Antillen eingewandert waren. Um 1600 starben die Arawak aus.
Spanische Herrschaft
Am 5. Dezember 1492 entdeckte Christoph Kolumbus Hispaniola. Nach Goldlagerstätten forschend, entdeckte Kolumbus die Häfen von Valparaiso, Thomas, Punta Santa und errichtete vor seiner Rückkehr nach Europa in der Nähe des letzteren mit Hilfe der Eingeborenen Arawak aus den Trümmern des gestrandeten Schiffs Santa Maria ein kleines Fort, La Navidad, worin er eine Besatzung von 40 Mann zurückließ. La Navidad war die erste Kolonie Spaniens in Amerika.
Bei seiner Rückkehr nach Hispaniola am 28. November 1493, fand er das Fort in Trümmern; der Kazike Caonabo hatte – gereizt durch die Gewalttaten und Plünderungszüge der Spanier – das Fort zerstört und die Besatzung niedergemacht. Kolumbus ließ daraufhin in einem Feldzug gegen die Arawak viele von ihnen versklaven und nach Spanien schicken, was nicht auf Zustimmung des spanischen Königspaares stieß. Die Spanier legten im Osten des Kap Monte Cristo im Januar 1494 die Stadt La Isabela an, von wo aus sie sich in den Besitz der reichen Goldminen von Cibao setzten und zur Sicherung derselben das Fort St. Thomas errichteten.
Als Kolumbus 1496 die Heimreise antrat, gründete sein Bruder Bartolomeo im Süden, an der Mündung des Flusses Ozama, eine neue Stadt, Santo Domingo, welche die Hauptstadt der Insel wurde und ihr (bzw. dem Ostteil) später ihren Namen gab. Seitdem La Isabela aufgegeben wurde, ist ist sie die älteste noch bestehende von Europäern gegründete Siedlung in Amerika.
Am 31. August 1498 erreichte Kolumbus erneut die Stadt Santo Domingo. Er versuchte, Streitigkeiten der Siedler mit seinem Bruder zu schlichten und verstärkte die Christianisierung sowie die Suche nach Gold.
Aufgrund negativer Berichte ersetzte der spanische Hof Kolumbus als Gouverneur durch Francisco de Bobadilla, der am 23. August 1500 Hispaniola erreicht. Er nahm Christoph und Bartolomeo Kolumbus gefangen und schickte sie in Ketten nach Spanien. Hier wurden die beiden Männer durch das Königspaar begnadigt, jedoch nicht wieder in ihre ehemaligen Ämter eingesetzt.
Unter dem 1503 eingeführten „Encomienda“-System, das die Indios zur Zwangsarbeit verpflichtete, litten die Eingeborenen, von denen 1507 nur noch 60.000 lebten, sehr. Stärker dezimiert wurden sie jedoch durch aus Europa und Afrika eingeschleppte Seuchen, gegen die sie keine Abwehrkräfte hatten. Eine der Stätten dieses raschen Sterbens waren die von Francisco de Bobadilla aufgefundenen und von ihm sowie seinem Nachfolger Ovando ausgebeuteten Goldminen von San Cristoforo, die reiche Ausbeute lieferten.
Um diese Zeit brachte Pedro d'Atenza das Zuckerrohr von den Kanarischen Inseln nach Haiti, und Gonzalez gab den Impuls zum Plantagenbau. Zur deren Betreibung holte Ovando, da die einheimischen Indios bereits stark dezimiert waren, 40.000 Kariben von den Bahamas. Aber auch diese gingen infolge der Seuchen bald zu Grunde, worauf (ab 1503 oder 1505) schwarze Sklaven aus Afrika eingeführt wurden.
1509 wurde Diego Colón, der Sohn von Christoph Kolumbus, Gouverneur, später auch Vizekönig Hispaniolas. 1512 fand die Einweihung der Universität von Santo Domingo, der ersten Universität in der Neuen Welt, statt.
In der Zeit zwischen 1519 und 1533 erhoben sich die überlebenden Indios (etwa 4.000) unter ihrem Führer (Kaziken) Enriquillo (oder Enrico) erfolglos gegen die Spanier. Ihr Volk wurde in den folgenden Jahren und Jahrzehnten fast vollständig ausgerottet. Nur ein kleines besonderes Gebiet bei Boya, 108 Kilometer nordöstlich von Santo Domingo, konnten sie seit dem bewahren, wo ihre wenig zahlreichen Nachkommen sich noch heute unter eigenen Kaziken erhalten haben.
Von 1537 bis 1548 kam es zudem zu Aufständen geflohener schwarzer Sklaven („Cimarrónes“ genannt).
1542 lebten auf der Insel 200 Indios, 5.000 Spanier und 30.000 schwarze Sklaven.
1586 eroberte und plünderte der englische Freibeuter Sir Francis Drake die Stadt Santo Domingo. Ein weiterer englischer Angriff fand 1655 statt.
Ab 1625 setzten sich französische und englische Seeräuber (Bukanier oder Filibustier genannt) auf dem nahen, nördlich gelegenen Eiland Île de la Tortue (engl. Isle of Tortuga, „Schildkröteninsel“) fest. Sie wurden zwar später vertrieben, aber ein vorwiegend aus Franzosen bestehender Überrest von ihnen siedelte sich als Pflanzer auf der menschenleeren Nordküste Hispaniolas an und bat Frankreich, sie gegen die Spanier zu unterstützen. Frankreich sandte daraufhin 1661 Dogeron als Gouverneur nach Hispaniola und gründete im westlichen Teil der Insel 1665 eine französische Kolonie, welche indes 1686 von den Spaniern zerstört wurde. Schon 1691 aber wurde eine neue französische Kolonie durch Ducasse gegründet. Im Frieden von Rijswijk verzichtete Spanien 1697 zugunsten Frankreichs auf den westlichen Teil („Saint Domingue“) der Insel.
Spanische und französische Herrschaft bis zur Unabhängigkeit Haitis
Der französische und der verbleibende spanische Teil Hispaniolas entwickelten sich sehr unterschiedlich.
1776 wurde die Grenze zwischen beiden Landesteilen reguliert (und damit in etwa auf den heutigen Stand gebracht).
Santo Domingo
In Santo Domingo lahmte die Entwicklung. Die Goldfunde, die viele Spanier in die Kolonie gezogen hat, gingen zur Neige. Viele Spanier zogen weg und diejenigen, die blieben, verarmten oft und ließen ihre Sklaven häufig frei. Von den 125.000 Einwohnern, die 1790 gezählt wurden, waren nur 15.000 Sklaven.
Am 22. Juli 1795 wurde zwischen Spanien und Frankreich der Friede von Basel beschlossen, in dem Spanien Santo Domingo Frankreich überlassen musste. Das Land wurde an das französische Saint Domingue angeschlossen, das die Oberhoheit über Santo Domingo jedoch nur theoretisch ausübte.
Am 26. Januar 1801 besetzte Toussaint L'Ouverture (auch mit Hilfe von Weißen) das (praktisch noch) spanische Santo Domingo. Die Sklaverei wurde abgeschafft.
Saint Domingue
Nach Saint Domingue wurden enorm viele Sklaven importiert, die entsprechend dem 1685 erlassenen Code noir gehalten wurden. Der Plantagenbau wuchs ungemein. Die Wirtschaft florierte, und die Kolonie gelangte nach dem spanischen Erbfolgekrieg bis 1714 zur höchsten kolonialen Blüte. Saint Domingue war zeitweise die reichste Kolonie Frankreichs. Bei einer Zählung 1788 lebten dort 455.089 Menschen, davon 27.717 Weiße (Oberschicht), 21.808 Mulatten (Mischlinge, meist frei, aber den Weißen gesellschaftlich nicht ebenbürtig), der Rest – knapp 90 % – Schwarze und zugleich Sklaven als die unterste Schicht.
Am 26. November 1749 wird Port-au-Prince gegründet und zur Hauptstadt gemacht.
Die Behandlung der Sklaven war offenbar sehr schlecht, jedenfalls gab es wiederholt Aufstände. Beispielsweise wurde im März 1758 der 18 Jahre zuvor geflohene Sklave Mackandal, der zahlreiche Aufstände angeführt hatte, zur Strafe lebendig verbrannt.
Am 19. Februar 1788 wurde die Société des Amis des Noirs (dt.: „Gesellschaft der Freunde der Schwarzen“) in Paris gegründet. Ihr Ziel ist die Abschaffung des Sklavenhandels und eine schrittweise Abschaffung der Sklaverei. Sie sollte ideologisch großen Einfluss auf die Geschichte Saint Domingues gewinnen.
Angeregt durch die französische Revolution forderten die Weißen der Kolonie mehr Autonomie von Frankreich, die Mulatten ihre Gleichstellung mit den Weißen und die Sklaven ihre Freiheit.
Die zahlenmäßig geringe weiße Bevölkerung Haitis (ca. 6 %) war durch die französische Revolution gespalten in „große“ und „kleine“ Weiße (Grundbesitzer und Gewerbsleute), Konstitutionelle und Monarchisten sowie in Anhänger und Gegner der Kolonialregierung.
Am 8. März 1790 erging der Beschluss über die Bildung von „Kolonialversammlungen“ (in denen nur Kolonisten, also Weiße, vertreten waren), die den Kolonien eine Art Autonomie ermöglichte. Mit Mulatten oder gar Schwarzen wollten die Weißen ihre Macht nicht teilen (man sprach von einer „entarteten Menschenrasse“).
Der Versuch der Mulatten unter der Führung von Vincent Ogé und Chavannes, ihre Forderungen durchzusetzen, endeten mit der Niederschlagung des Aufstandes im Oktober 1790 und der Folterung und Hinrichtung der beiden in Cap Français im Februar 1791.
Der 14. August 1791, als sich im Bois-Caïman, dem „Krokodilwald“ in der Nordebene des heutigen Haiti, mehrere Sklaven zu einer Voodoo-Zeremonie trafen, gilt als der Beginn des Aufstandes der Sklaven, der letztlich zur Unabhängigkeit Haitis führte. Der Aufstand brach am 22. oder 23. des Monats los und wurde von Boukman, Biassou und Jean-François angeführt. Er begann in der Umgebung von Cap Français und verbreitete sich unter schlimmen
Verwüstungen und furchtbar blutigen Metzeleien nach der Einnahme von Cap Français durch die Schwarzen (21.–23. Juni 1793) über die ganze Kolonie. Die von Frankreich zur Ordnung der Angelegenheiten in die Kolonie entsandten Bevollmächtigten Polverél, Santhonax (die Schreibweise Sonthonax kommt auch vor) und Ailhaud, die im September 1792 ankamen, konnten und wollten nicht dagegen einschreiten. Vielmehr erließen sie im August bzw. September 1793 die Abschaffung der Sklaverei.
In den folgenden Jahren der europäischen Koalitionskriege (auch Revolutionskriege genannt), insbesondere zwischen Frankreich und Großbritannien, schaffte es François-Dominique Toussaint L'Ouverture (auch Louverture geschrieben), ein freigelassener Sklave und heutiger Nationalheld Haitis, der wenige Wochen nach Beginn des Aufstandes hinzu stieß, in wechselnden Allianzen eine weitgehende Selbstständigkeit der Kolonie zu erkämpfen.
Als 1793 die Spanier und Engländer mehrere Plätze der Kolonie besetzten, verband sich das Heer der Schwarzen mit dem der französischen Truppen, die unter General Lavaux zur Behauptung der Insel gelandet waren.
Die weißen Kolonisten wurden von den Insurgentengeneralen Rigaud und Toussaint schließlich 1797 gezwungen, die Insel ganz zu verlassen, worauf das französische Direktorium am 4. Februar 1798 den Schwarzen in den französischen Kolonien völlige Freiheit und gleiche Rechte mit den Weißen bewilligte. Gleichzeitig wurde Toussaint zum Obergeneral aller Truppen auf Haiti ernannt. 1799 wurde er Gouverneur der Kolonie.
Von 1799 bis 1800 tobte ein Bürgerkrieg zwischen Schwarzen und Mulatten, in dem letztere unterlagen.
Toussaint besetzte nicht nur Santo Domingo sondern besiegte auch die englischen Freibeuter. Er strebte nach Unabhängigkeit von Frankreich und gab der Insel am 9. Mai 1801 (eine Quelle nennt Juli 1801) eine eigene Verfassung. Toussaint wurde dabei Gouverneur und Alleinherrscher auf Lebenszeit. Die Plantagen wurden wieder in Betrieb genommen und von ehemaligen Sklaven in Zwangsarbeit bewirtschaftet. Eine andere Quelle würdigt die wirtschaftlichen Maßnahmen Toussaints als Landreform.
Napoléon Bonaparte schickte 1801 General Leclerc als Generalkapitän mit 25.000 Mann nach Haiti, wo er im Februar 1802 ankam. Toussaint widersetzte sich anfangs seiner Landung bei Cap François, musste sich jedoch bald ins Innere zurückziehen. Am 25. Februar 1802 wurde Santo Domingo besetzt und die Sklaverei wiederhergestellt, obwohl Bonaparte erst am 20. Mai 1802 die Wiedereinführung der Sklaverei in den französischen Kolonien erließ. Toussaint wurde am 6. oder 7. Juni 1802 gefangen genommen und nach Frankreich deportiert, wo er am 7. April 1803 in der Haft starb.
Geschickte militärische Operationen, eine britische Seeblockade und eine Gelbfieber-Epidemie machten den Interventionstruppen Napoléons jedoch schwer zu schaffen. Auch Lerlerc starb daran. Sein Nachfolger wurde Rochambeau. Da die verbliebenen weißen Pflanzer die Sklaverei durchzusetzen suchten, kam es erneut zum Aufstand - diesmal unter dem schwarzen General Dessalines. Er besiegte am 18. November 1803 die Franzosen unter Rochambeau und fügte damit Napoléon seine erste Niederlage zu. Die Franzosen und anderen Weißen mussten die Insel räumen.
Haiti bis zur Unabhängigkeit der Dominikanischen Republik
Am 1. Januar 1804 proklamierte Jean-Jacques Dessalines die Unabhängigkeit von Saint Domingue (gefeiert wird in heute Haiti der Tag der Verfassungsgebung, der 9. Mai 1801, als Unabhängigkeitstag). Am selben Tag besetzten französische Truppen Santo Domingo, wo die Sklaverei wieder eingeführt wurde. Praktisch wurde damit nur der Westteil Hispaniolas unabhängig.
Das Land erhielt den Namen „Haiti“, die Selbstbezeichnung lautete damals „Erster Freier Negerstaat“. Aus dem vielleicht einzigen erfolgreichen Sklavenaufstand der Weltgeschichte ging damit die erste selbstständige (aber instabile) Nation Lateinamerikas hervor. Dessalines ist heute einer der Nationalhelden Haitis.
Dessalines entwarf eine Flagge, indem er einfach das Weiß der französischen Tricolore entfernte. Er ernannte sich selbst am 8. Oktober (oder Dezember) zum Kaiser Jakob I. (Empereur Jacques I) und erließ am 20. Mai 1805 eine neue Verfassung. Die meisten der im Lande verbliebenen Franzosen wurden ermordet. Die Plantagen wurden enteignet und aufgeteilt, besetzt oder verlassen. Die auf dem Export der Landwirtschaft beruhende wirtschaftliche Stärke Saint Domingues schwand. Das Ziel einer egalitären Gesellschaft, die Triebfeder der französischen Revolution und auch des haitianischen Freiheitskampfes war, wurde verfehlt. Die Mulatten wurden die neue Elite, die Schwarzen blieben weitgehend eine ungebildete und rechtlose Landbevölkerung.
1805 eroberte Haiti das seit einem Jahr unter französischer Herrschaft stehende Santo Domingo.
Dessalines Grausamkeit rief schon im folgenden Jahr eine Verschwörung unter dem Schwarzen Henri Christophe und dem Mulatten Alexandre Pétion hervor, durch welche er am 17. Oktober 1806 ermordet wurde. Mit seinem Tod endete auch das Kaisertum; Haiti wurde wieder Republik.
Als Führer des Freiheitskampfes (der Schwarzen) wurde auch Henri Christophe ein Nationalheld Haitis.
Alsbald brach auch die durch den gemeinsamen Hass gegen die Weißen in den Hintergrund gedrängte Rivalität zwischen Mulatten und Schwarzen offen aus und blieb fortan das Motiv aller inneren Kämpfe des neuen Staats. Pétion, als Anführer der Mulatten, und Christophe, als Anführer der Schwarzen, kämpften miteinander um die Oberherrschaft. Das Land spaltete sich in eine südliche Mulatten-Republik mit Pétion als Präsident an der Spitze und in einen nördlichen Staat (Nord-Haiti), dem Henri Christophe als ernannter Präsident vorstand.
Beide Staaten trennte ein breiter Landstrich, den man absichtlich unbebaut ließ, und der bald, von Lianen und Dorngesträuch überdeckt, eine natürliche Grenze bildete.
1808 verlor Haiti die Herrschaft über Santo Domingo. Einer Ansicht nach eroberten die Spanier Santo Domingo zurück; einer anderen Ansicht nach konnten die spanischen Kreolen (einheimische Nachfahren von Spanier) von Santo Domingo mit britischer Unterstützung die Haitianer vertreiben, legten dann aber ihr Land wieder in spanische Hände.
Am 26. März 1811 verwandelte Christophe Nord-Haiti in eine erbliche Monarchie und ließ sich unter dem Namen Henri I zum König krönen. Er ahmte auf lächerliche Weise den französischen Hofstaat nach und vergab inflationär komisch anmutende Titel, Hof- und Staatsämter. Schließlich gab es vier Prinzen, acht Herzöge, 22 Grafen und eine große Anzahl von Angehörigen des niederen Adels.
Auf dem 945 Meter hohen Pic La Fernere ließ er von über 200.000 Zwangsarbeitern die mächtigste Festung seiner Zeit außerhalb Europas errichten. Zugleich erschien ein neues Staatsgesetzbuch (Code Henri).
Die Sklaverei blieb im Grunde die alte, nur trat an die Stelle der Peitsche der Säbel. Zwischen beiden Staaten (des Westteils) herrschte unversöhnliche Feindschaft, und nur in der Zurückweisung der nach dem Wiener Kongress erneuerten Ansprüche Frankreichs waren sie einig. Pétion gab am 2. Juni 1816 seiner Republik eine Verfassung, welche Abschaffung aller Sklaverei, Pressfreiheit etc. festsetzte. Nach Pétions Tod am 27. März 1818 versuchte Henri I. die Mulatten-Republik mit seinem Königreich zu vereinigen; allein der Mulatten-General Jean-Pierre Boyer, der als Präsident Nachfolger Pétions geworden war, wusste diesen Versuch zu vereiteln. Henri I. selbst, welchen ein Aufruhr republikanisch gesinnter Mulatten in seinem Reich zu Grausamkeiten gereizt hatte, wurde immer verhasster, und im September 1820 brach ein Ausstand gegen ihn aus, der bald das ganze Reich erfasste und den Abfall seiner Truppen zur Folge hatte, worauf der König Henri I. sich am 8. Oktober 1820 erschoss. Hierauf fand, da sich das Heer dem Präsidenten Boyer unterwarf, am 26. November 1820 die Vereinigung beider Teile Haitis zu einer einzigen Republik statt.
Am 1. Dezember 1821 proklamierte José Núñez de Cáceres den „Unabhängigen Staat Spanisch-Haiti“ (Estado Independiente de Haití Español).
1822 kam es zum erneuten Anschluss Santo Domingos an Saint Domingue. Zu dem Ablauf gibt es zwei Ansichten: (1) Der Plan von Cáceres, das Land Großkolumbien unter Simón Bolívar anzuschließen, scheiterte, weil die Mehrzahl der Schwarzen und Mulatten eine Union mit Haiti vorzog, wo die Sklaverei bereits abgeschafft war. Der Anschluss an Haiti (und Abschaffung der Sklaverei) erfolgte 1822. Möglich ist auch (2), dass Boyers Haiti unterwarf und Santo Domingo 1822 unterwarf und es am 8. Februar annektierte.
Die Republik Haiti wurde in der Folge von den meisten Staaten anerkannt. Nach mehreren vergeblichen Wiedereroberungsversuchen erkannte selbst Frankreich sie 1825 an, allerdings gegen eine an die ehemaligen Plantagenbesitzer zu zahlende Entschädigung von 150 Mio. Franc, die 1838 bei Gelegenheit des Abschlusses eines Handelsvertrags zwischen Frankreich und Haiti auf 60 Mio., in 30 Raten bis 1867 zu zahlen, herabgesetzt wurde. Dieser horrende Betrag ruinierte die haitianische Wirtschaft.
Haiti musste zur Bezahlung der Schulden Steuern einführen, die langanhaltende Unzufriedenheit, besonders im spanisch geprägten Ostteil, verursachte. Insbesondere finanzierte Boyer sie durch Anleihen bei französischen Banken, und diese Auslandsverschuldung wurde chronisch.
Seit 1822 regierte Boyer nach der Verfassung vom 2. Juni 1816 als Präsident auf Lebenszeit, jedoch unter beständigem Zerwürfnis mit dem Repräsentantenhaus.
Im Frühjahr 1842 wurde Haiti von einem furchtbaren Erdbeben heimgesucht, das einige Städte fast vernichtete; besonders hart wurde die Stadt Le Cap Haiti (Cap Haitien?) betroffen. Boyer wurde 1843 durch eine von den Mulatten Dumesle und Herard Rivière geleitete Verschwörung gestürzt, ging nach Europa ins Exil, wo er 1850 in Paris verstarb.
Die siegreichen Parteihäupter teilten darauf die Stellen unter sich auf. Widerstand zeigte sich nur in dem spanisch geprägten Ostteil (Santo Domingo), weshalb Rivière eilig mit Truppen dahin zog, die vornehmsten Einwohner von Santo Domingo gefangennahm und eine Besatzung unter seinem Bruder, dem Obersten Leo Herard, zurückließ. Aber kaum wurde eine neue Verfassung eingeführt und hatte Rivière als Präsident die Macht übernommen, als im August 1843 im Ostteil wieder ein offener Aufstand ausbrach.
Am 27. Februar 1844 erkämpfte sich und proklamierte Santo Domingo als Dominikanische Republik (República Dominicana) seine Unabhängigkeit vom westlichen Landesteil Haiti.
Hispaniola ab der Unabhängigkeit der Dominikanischen Republik
Siehe Hauptartikel Geschichte Haitis und Geschichte der Dominikanischen Republik.
Weblinks
- [http://home.nikocity.de/schmengler/texte/hispaniola.htm Überblick über Geschichte und Wirtschaftsstruktur]
Siehe auch
- Die Schatzinsel („Hispaniola“ ist der Name des Expeditionsschiffes im Roman)
Kategorie:Insel (Karibik)
Kategorie:Dominikanische Republik
Kategorie:Haiti
ja:イスパニョーラ島
ko:히스파니올라 섬
zh-min-nan:Sió-se-pan-gâ
LebenserwartungDie Lebenserwartung, mittlere Lebenserwartung bzw. mittlere Lebensdauer gibt als Fachbegriff der Biologie ausgehend von einem bestimmten Alter an, wie lange Zeit die Gesamtheit dieser Gruppe im Durchschnitt lebt.
Während es bei Pflanzen und niederen Lebewesen manchmal um Jahrhunderte, bei Wirbeltieren - den Menschen eingeschlossen - meistens um Jahre geht, kann sich abhängig von der Art die Lebenserwartung auch auf sehr kurze Zeiträume von Wochen oder nur Tagen erstrecken. Die Lebenserwartung ist daher von Art zu Art sehr unterschiedlich: Baumarten wie die Grannenkiefer sollen über 4000 Jahre alt werden, bei Bartwürmern schätzt man bis zu 250 Jahre, Grönlandwale gelten mit über 200 Jahren als langlebigste Wirbeltiere.
Als kurzlebigstes Wirbeltier wurde 2005 Eviota sigillata bekannt, eine 2 cm große Grundel des Great Barrier Reef. Dieser Fisch wird lediglich 59 Tage alt. Bis dahin galt Notobranchius furzeri, ein zentralafrikanischer Fisch, der in trockenfallenden Tümpeln lebt, mit 12 Wochen als das kurzlebigste Wirbeltier. Noch deutlich kürzere Lebenserwartungen können manche Insektenarten haben. Hier sind die sprichwörtlichen Eintagsfliegen zu nennen.
Lebenserwartung beim Menschen
Meist bezieht sich der Begriff "Lebenserwartung" auf die Anzahl der Jahre, die ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen (Kohorte) eines bestimmten Alters voraussichtlich leben wird. Diese geschätzte Zahl beruht auf statistischen Extrapolationen. Sie wird für jedes einzelne Alter angegeben und in so genannten Sterbetafeln (geschlechtergetrennt) zusammengefasst. Sie lässt deswegen kaum Rückschlüsse oder Voraussagen für eine bestimmte einzelne Person zu.
Trugschlüsse
Bei der Betrachtung der Lebenserwartung wird häufig übersehen, dass diese mit zunehmendem Alter der noch Lebenden steigt. Beispiel: Ein Jahrgang hat bei der Geburt eine Lebenserwartung von 75 Jahren. Nach 60 Jahren ist jedoch ein Teil bereits verstorben, der in der ursprünglichen Erwartung enthalten war. Dadurch hat die noch lebende Altersgruppe der 60-jährigen nun eine Lebenserwartung von über 85 Jahren. Und ein 80-jähriger hat eine Lebenserwartung von über 90. Bei demografischen Vorhersagen, beispielsweise zur Berechnung der Renten ist dies von entscheidender Bedeutung.
Ein ähnlicher Trugschluss kann bei der Lebenserwartung bestimmter Berufsgruppen auftreten. So ist die Lebenserwartung von Bischöfen deutlich höher als von Automechanikern. Dies liegt in erster Linie nicht an der gesünderen Lebensweise, sondern daran, dass Bischöfe nicht mit 25 sterben können, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht Bischof sind.
Die Lebenserwartung ist nicht davon abhängig, wie die Bevölkerung insgesamt altersmäßig strukturiert ist. Die Besetzungsstärke der einzelnen Alterstufen wird bei der Berechnung mit berücksichtigt, so daß sie keinen Einfluß hat. Dies gilt auch bei der Berechnung der Lebenserwartung der beiden Geschlechter.
Einige Parameter, welche die Lebenserwartung beeinflussen
- Hygiene
- Ernährung und Essgewohnheiten
- Medizinische Versorgung
- Mordrate und Kriminalität
- Intelligenz
- Suchtverhalten
- Krankheiten
- Besitz
- Gene
- Erziehung
- Risikofaktoren
- Beruf
- gesundheitsbewusstes Leben und körperliche Bewegung
- soziales Umfeld, Qualität von Wohnung und Arbeitsplatz, ausreichende Heizung, warme Kleidung
Entwicklung
gesundheitsbewusstes
Die Lebenserwartung ist im Laufe der Menschheitsgeschichte immer weiter gestiegen, seit etwa 1850 allerdings stark beschleunigt. Dies ist vor allem auf verbesserte Ernährung im Zuge der Grünen Revolution und hygienische Bedingungen zurückzuführen. Noch immer steigt die Lebenserwartung in der Regel mit jedem Jahrgang um etwa drei Monate. (Quelle: Encarta Enzyklopädie 2002, Stichwort Lebenserwartung des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung in Rostock)
Einige geschätzte historische Lebenserwartungen für das Alter:
- Steinzeit, Nordafrika: 21 Jahre
- Römisches Reich: 22 Jahre
- männliche Grundbesitzer in England um 1200-1300: 30 bis 35 Jahre
- männliche Grundbesitzer in England während der Pest 1350-1400: 18 Jahre
- England und Wales (ganze Bevölkerung) 1451-1850: 29 bis 41 Jahre
- 1880 in der Schweiz: Männer 46.0, Frauen 49.9
- 1900 in der Schweiz: Männer 53.2, Frauen 59.5
- 1990 in der Schweiz: Männer 75.7, Frauen 81.9
- 2005 in der Schweiz: Männer 77.2, Frauen 82.8
In der Schweiz heute (2005) hat eine verheiratete weibliche Person, welche das 65. Lebensjahr überschritten hat, eine Lebenserwartung von 87.2 Jahren, eine männliche von 82.9 Jahren. Ledige und Verwitwete dagegen haben eine um etwa drei Jahre kürzere Lebenserwartung.
Bedeutung
Die Lebenserwartung ist von Bedeutung für alle Arten von Vorsorgesystemen bei denen der Erlebensfall von Bedeutung ist ( z.B. Rentenversicherung). Neben der Bedeutung für Vorsorgesysteme hat eine steigende Lebenserwartung auch gesellschaftliche Auswirkungen.
Internationale Unterschiede
Die Lebenserwartung des Menschen ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Heute geborenen Japanern wird mit über 80 Jahren die höchste, Afghanen und Afrikanern mit unter 45 Jahren die niedrigste durchschnittliche Lebensspanne vorausgesagt. Bei der niedrigen Lebenserwartung in den Entwicklungsländern hat vor allem die hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit einen starken statistischen Einfluss. Rechnet man diese heraus, so relativiert sich der Unterschied zwischen den entwickelten und unterentwickelten Ländern erheblich.
Differenz zwischen Frauen und Männern
Männer haben in Deutschland eine um mehr als 6 Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen. Für einen im Jahr 2000 in Deutschland geborenen Jungen wurde die durchschnittliche Lebenserwartung auf 74,4 Jahre (Schweiz: 77,9) geschätzt, einem Mädchen wurden 80,6 Jahre (Schweiz: 83,0) vorausgesagt. Allerdings steigt die männliche Lebenserwartung mit einer etwas höheren Rate, so dass, vorausgesetzt man kann diesen Trend einfach extrapolieren, der Mann in ca. 60 Jahren mit der gleichen Lebenserwartung wie die Frau geboren würde.
Diese Differenz dürfte nur zu einem geringen Teil auf biologische Ursachen zurückführbar sein. Genaue Forschungen zu diesem Thema stehen allerdings noch aus. Mindestens so viel steht jedoch fest, der geschlechtsbedingte Unterschied in den Lebenserwartungen ist eher gering, der Einfluß anderer Parameter, wie z.B. des Berufes (die beiden Extreme bei Männern, evangelische Pfarrer und Gastwirte, differieren um mehr als einen Faktor zwei) überschreitet ihn bei weitem. In der Untersuchung eines kleinen Effektes den Einfluß eines bekannten großen zu ignorieren ist ein unverzeihlicher, leider aber trotzdem häufiger Fehler in der Epidemiologie.
Bekannt ist aber, dass die Mortalitätsrate bei Männern unter anderem durch folgende Faktoren erhöht ist:
- viermal häufiger Suizid,
- 12 mal häufiger tödliche Arbeitsunfälle
- wesentlich mehr tödliche Verkehrsunfälle
- bedeutend häufigere Arbeit in gesundheitsbelastenden Berufen.
- die Krankenkassen geben durchschnittlich für Frauen zwischen 14 und 60 Jahren doppelt so viel aus, wie für Männer des gleichen Alters (was allerdings wesentlich im Kontext von Geburten steht, die sich wiederum negativ auswirken)
- es gibt 10 mal mehr Informationsmaterial über die Krebsrisiken von Frauen als für Männer - In Folge gehen doppelt so viele Frauen (etwa 35 %) zur Krebsvorsorge wie Männer (etwa 17 %). Ein wichtiger Faktor ist aber auch, dass die ohnehin gesünderen bzw. gesundheitsbewussteren Frauen zu Krebsvorsorge gehen.
- laut einer WHO-Studie werden Frauen, bei Schilderung gleicher Symptome, von medizinischem Personal eher für krank und hilfebedürftig gehalten, als Männer
Darüber hinaus sind Männer nicht nur erheblich risikobereiter, sie legen auch sonst ein wesentlich stärker selbstschädigendes Verhalten an den Tag. So konsumieren sie mehr Alkohol und andere Drogen, haben schlechtere Ernährungsgewohnheiten und gehen seltener zum Arzt. All dies hat nach herrschender Ansicht psychosoziale Ursachen und nicht biologisch-genetische. Gegen biologische Ursachen spricht auch die Tatsache, dass noch Anfang des 20. Jahrhunderts Frauen nur ein halbes Jahr länger lebten und davor die Lebenserwartung annähernd gleich war. Dies gilt auch heute noch für Entwicklungsländer.
Aus der unterschiedlichen Lebenserwartung von Männern und Frauen resultiert für jede Gesellschaft ein spezifisches Geschlechtsverhältnis.
Lange Zeit galt die geringere Lebenserwartung von Männern in den Publikationen von Feministinnen als Beweis für eine genetische Schwäche der Männer. Je mehr Frauen, ab den 70er Jahren, aber über längere Zeit vollzeitberufstätig waren und "männliche" Karrieren und Lebensläufe lebten, umso stärker stieg bei ihnen das Suchtverhalten und die stressbedingten Erkrankungen. So war bis vor einiger Zeit der Herzinfarkt eine reine Männerkrankheit. Deshalb wurde der weibliche Herzinfarkt nicht erforscht und oft auch nicht diagnostiziert, da er zum einen andere Symptome zeigt, zum anderen die Ärzte glaubten, Frauen seien dagegen gefeit.
Dieser Umstand macht die Lebenserwartung auch zu einem Thema für Maskulisten. Diese knüpfen daran die Forderung, die Ursachen für diese Diskrepanz genau zu erforschen, zu beschreiben und entsprechend zu bekämpfen. Jedenfalls müsse ein Problembewusstsein geweckt und die Differenz und ihre nur langsame Angleichung nicht als gleichsam gottgegeben hingenommen werden.
Eine Formel zur Abschätzung der Lebenserwartung von Säugetieren
Diese Formel gilt sowohl für lebende als auch ausgestorbene Säugetierarten. Beim Vergleich der Daten der Tiere stellte sich heraus, dass die Angaben über
- Hirnmasse
- Körpermasse
- Ruheenergieumsatz
- Körpertemperatur
brauchbare Faktoren sind, um eine gute Abschätzung von vielen Säugetierarten bezüglich der Lebenserwarung zu geben.
Dabei ist
- L die Lebensspanne in Monaten
- E die Hirnmasse in Gramm(g)
- S die Körpermasse in Gramm (g)
- M der Ruheenergieumsatz in Kalorien pro Gramm Körpergewicht und pro Stunde(cal/g - h), d.h von hier kommt die Dimension der Zeit
- T die Körpertemperatur in Grad Celsius(C)
Somit wird
Die obige Formel läßt sich auch mit einem anderen Ansatz wie folgt formulieren:
wobei
- C der Cephalisationsquotient = E / ( S ^ 2/3) ist, der also das Verhältnis von Hirnmasse zu Körpermasse berücksichtigt
- StK der Stoffwechselkoeffizient M - 10 ^ (-0.05) - T ist, der damit die geleistete physikalische Arbeit des Körpers ausdrückt.
- 8 ist damit eine Proportionalkonstante
Wenn man Gehirnmasse und Körpermasse ab einem bestimmten Alter als konstant annimmt, dann bleibt als bestimmende Größe nur noch der Stoffwechselkoeffizient übrig, der die
Lebenserwartung eines spezifischen Tieres bestimmt.
Der Cephalisationskoeffizent wurde von Sacher entwickelt und soll die beste Korrelation zur Lebenserwartung ausdrücken. Dieser Wert ist ein Maß für die neurale Informationsdichte und wird von Sacher als die "neurale Neg-Entropie" bezeichnet.
Quelle: Kleine Enzyklopädie - Das Alter, Leipzig 1988 ISBN 3-323-00192-3
Siehe auch
- Ältester Mensch
- Sterbetafel
Weblinks
- Ländertabelle der [http://www3.who.int/whosis/menu.cfm?path=whosis,burden_statistics&language=english World Health Organisation (WHO)]
- [http://www.rki.de/cln_006/nn_227214/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/Glossar/gbe__glossar__catalog,lv2=227254,lv3=227974.html Erläuterungen zur Sterbetafel]
- [http://www.aerztlichepraxis.de/artikel?number=1104924453 aerztlichepraxis.de - Bildung und Lebenserwartung]
- [http://www.wissenschaft.de/wissen/news/150133.html Wissenschaft.de Frauen mit grauem Star sterben früher als Männer]
- [http://www2.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2004&m=12&d=16&id=116941 netdoktor.de- Studie: Geschiedene Männer sterben früher]
- [http://www.aerztejournal.at/news_detail.php?l_id=de&p_id=1&page=1&n_id=239&filter_text=ehestress Ehestress verringert Lebenserwartung beider Geschlechter]
Kategorie:Leben
Kategorie:Demografie
Kategorie:Medizinstatistik
ja:寿命
KindersterblichkeitMit der Kindersterblichkeit erfasst man den prozentualen Anteil der Kinder, die vor Erreichung des heiratsfähigen Lebensalters sterben. Die Sterblichkeit im ersten Lebensjahr bezeichnet man als Säuglingssterblichkeit.
Allgemein gilt, dass in Mitteleuropa die Kindersterblichkeit in der Vergangenheit weit höher war als heute und bis um 1800 in vielen Gemeinden um die 50% betrug, unter ungünstigen Umständen (großer Häusler-Anteil in Dörfern) sogar bis zu zwei Drittel betragen konnte, in Dörfern mit überwiegend begüterten Bauern aber nur ein Drittel. Die damals außerordentlich hohe Sterblichkeit von Pflege- und Haltekinder, bei deren Tode das Interesse gewissenloser Mütter und Kostfrauen Hand in Hand gingen, hatte letzteren den Namen Engelmacherinnen eingetragen. In Deutschland nahm eine Novelle zur Gewerbeordnung vom 23. Juni 1879 die Erziehung von Kindern gegen Entgelt ausdrücklich von der Gewerbefreiheit aus. Von 20.000 Pflegekindern, welche Paris jährlich in die Provinzen sendete, starben im ersten Lebensjahr 75 Prozent, während für ganz Frankreich das Sterblichkeitsverhältnis des ersten Lebensjahrs im Durchschnitt 20-21 Prozent betrugen.
Die häufigste Todesursache bei Kindern in Entwicklungsländern sind Infektionskrankheiten. Indirekt sind dafür mangelnde hygienische Bedingungen (sauberes Trinkwasser), ärztliche Versorgung (Geburtshilfe, Behandlung und Impfungen) sowie Unterernährung verantwortlich. Mit zunehmendem Durchschnittseinkommen in den verschiedenen Ländern nimmt die Kindersterblichkeit stark ab. In Teilen von Afrika spielt das HI-Virus, das oft bei der Geburt auf das Kind übertragen wird, eine wichtige Rolle. Aufgrund der Armut und der mangelnden Anwendung von Verhütungsmitteln dürften viele Kinder von den Müttern unerwünscht sein, was ein Motiv für Kindesmord ist.
In den Industrieländern sind mit mehr als einem Drittel Unfälle die häufigste Todesursache. Rund die Hälfte davon sind Verkehrsunfälle. Herzkrankheiten und Krebs sind für ein Zehntel der Fälle verantwortlich.
Danach folgen in den USA Tötungsdelikte. Suizide spielen eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Diese werden jedoch häufiger im Jugendalter verübt. In anderen Industrieländern sind Tötungsdelikte an Kindern fünf mal seltener und Suizide von Kindern gibt es nur halb so häufig, so dass diese beiden Ursachen sich die Waage halten. Davor rangieren dort noch AIDS sowie Lungenentzündung und Influenza als Todesursachen.
In der Genealogie ist eine Folge der Kindersterblichkeit, daß man in den Taufbüchern zeitlich rückwärtsschreitend nach einem bestimmten Namen suchen muß. Sucht man hingegen vorwärtschreitend, so muß man stets kontrollieren, ob das Kind nicht verstorben ist und ein zweites dann auf denselben Vornamen getauft worden ist.
Weblinks
- Industrieländer
- [http://www.disastercenter.com/cdc/111riskb.html Todesursachen von Kindern in den USA 1996 Altersgruppe 1-4 Jahre] (englisch)
- [http://www.disastercenter.com/cdc/111riskc.html Todesursachen von Kindern in den USA 1996 Altersgruppe 5-14 Jahre] (englisch)
- [http://www.cdc.gov/epo/mmwr/preview/mmwrhtml/00046149.htm Rates of Homicide, Suicide, and Firearm-Related Death Among Children -- 26 Industrialized Countries] (englisch) - In den USA sind Tötungsdelikte fünf mal häufiger Todesursache bei Kindern als in anderen Industrieländern. Suizid ist doppelt so häufig.
- [http://www.developmentgoals.org/Child_Mortality.htm Millennium Development Goals:Child Mortality] (englisch) - Todesursachen und Häufigkeit in Entwicklungsländern
Kategorie:Demografie
Kategorie:Medizinstatistik
BevölkerungswachstumDas Bevölkerungswachstum bezeichnet die Zu- oder Abnahme der Zahl der Einwohner eines Gebietes. Es ist eines der zentralen Untersuchungsgebiete der Demografie.
Demografische Grundgleichung
Es existieren zwei zentrale Einflussfaktoren für das Bevölkerungswachstum in einer einzelnen Raumeinheit:
- Das natürliche Wachstum, das heißt Veränderungen aufgrund der Zahl der Geburten und Sterbefälle (Geburtenrate und Sterberate) und
- der Migrationssaldo, also das Verhältnis von Zu- und Abwanderungen (Immigration und Emigration) über die Gebietsgrenzen.
Das Ausmaß des Bevölkerungswachstums wird als Wachstumsrate in Prozent bezogen auf ein Jahr ausgedrückt. Bei einem Bevölkerungswachstum von jährlich 1,5% (die mittlere globale Wachstumsrate beträgt gegenwärtig rund 1,9%) braucht eine gegebene Bevölkerung ca. 48 Jahre für eine Verdoppelung der Bevölkerungszahl; beträgt die jährliche Wachstumsrate 2%, verkürzt sich die Verdoppelungszeit auf 37 Jahre. Bei einer Rate von 3,5%, die in einigen afrikanischen Ländern erreicht bzw. überschritten wird, beträgt die Verdoppelungszeit nur noch 22 Jahre (siehe auch Geburten- und Sterberate).
Das weltweite Bevölkerungswachstum ist nur begrenzt beeinflussbar. Eine langfristige Stabilisierung der Weltbevölkerung wird jedoch allgemein angenommen (siehe [http://web.unfpa.org/worldwide UNFPA]). Zwei Trends sind möglich:
# Schnelles Wachstum bis zu einem Gipfel, danach krisenhafter Rückgang.
# Logistischer Wachstumsverlauf mit anschließender Stabilisierung der Bevölkerungszahl. Eventuell nimmt die Weltbevölkerung in einem weiteren Stadium dann langsam wieder ab. (Siehe auch Logistische Gleichung)
Problemkreis weltweit
Umgangssprachlich wird oft das Wachstum der Weltbevölkerung mit dem Begriff Bevölkerungswachstum gleichgesetzt. Ungehemmtes Wachstum führt zu dramatischen ökologischen Problemen und politischen Herausforderungen.
Seit der industriellen Revolution wuchs die Weltbevölkerung sehr stark, wobei das Wachstum mit dem Fortschritt einherging. In den Industrieländern ist das Bevölkerungswachstum mittlerweile jedoch abgeschlossen und in eine Bevölkerungsabnahme umgeschlagen. Das Bevölkerungswachstums in vielen anderen Ländern hält jedoch noch an und läßt die Weltbevölkerung zur Zeit noch steigen. In fast allen Industrieländern ist in den nächsten 50 Jahren mit einem Bevölkerungsrückgang zu rechnen.
Ein solcher Rückgang ist auch in der Volksrepublik China und in einigen Ländern des südlichen Afrika zu erwarten. Dort gibt es bereits Länder, die praktisch kein Bevölkerungswachstum mehr aufweisen (Botswana (-0,55% 2003), Simbabwe, Südafrika), vor allem wegen Misswirtschaft, Hunger, Krieg und Seuchen (vor allem AIDS, aber auch Tuberkulose und Malaria).
In Russland und der Ukraine gibt es bereits einen größeren Bevölkerungsrückgang (ca. 0,5-1% pro Jahr). Auch in Nordamerika ist die Zahl der Geburten pro Frau auf unter 2 gesunken und in vielen Länder Südamerikas ist ein Rückgang auf 2 Geburten pro Frau zu beobachten.
In Mittel- und Osteuropa und den Nachfolgestaaten der UdSSR sind 1,1 bis 1,4 Geburten pro Frau heute schon die Regel. Lediglich in islamischen Ländern und in Südostasien ist noch mit größerem Bevölkerungswachstum zu rechnen.
Die so genannte Bevölkerungsexplosion in den Entwicklungsländern wird zwar in den entwickelten Ländern allgemein beklagt, es werden aber nur wenige Maßnahmen getroffen, um den Wachstumstrend zu bremsen. Darüber wird im Rahmen der Weltbevölkerungskonferenzen der UNO debattiert.
- Krankheiten führen zu einer Begrenzung des Bevölkerungswachstums
- AIDS und andere Krankheiten können sich bei der großen Zahl von Menschen („Monokultur Mensch“) und ihrem besonderen Verhalten explosionsartig ausbreiten.
- Hungersnöte und soziale Konflikte wie Krieg und Bürgerkrieg oder Drogensucht, die vor allem junge, heranwachsende Menschen betreffen.
- Erreichen und Überschreiten der als Peak Oil bekannten Höchstfördermenge fossiler Brennstoffe, was eine Begrenzung und schließlich einen Rückgang der Energieverfügbarkeit für die Landwirtschaft (Dünger, Pestizide, Treibstoff) haben wird, sollten nicht rechtzeitig Ersatz-Energieformen gefunden werden. Die Folge kann eine zunächst stagnierende und dann stetige Verringerung des Nahrungsangebots sein.
- Einige Länder haben Bevölkerungsprogramme gestartet, die teilweise mit recht autoritären Mitteln das Wachstum stoppen sollen. In Indonesien, der Volksrepublik China und Thailand laufen solche Programme mehr oder minder erfolgreich. Auch diese Programme verursachen jedoch große Probleme, wie man beispielsweise am „Mädchenmangel“ in China sehen kann. Denn in vielen Fällen werden weibliche Föten abgetrieben, geborene Mädchen sogar teilweise einfach ausgesetzt, da viele Familien lieber einen Jungen als ein Mädchen als einziges Kind haben wollen (aus Tradition, wie auch aus Überlegungen zu Mitgift oder Arbeitsfähigkeit).
Kategorie:Demografie
Port-au-Prince
Port-au-Prince [] (haitianisch Pòtoprens, spanisch Puerto Príncipe) ist die Hauptstadt von Haiti. Sie liegt am Golf von Gonaïves und hat 846.200 Einwohner (1995).
Geschichte
Port-au-Prince wurde 1749 durch französische Zuckerrohrpflanzer gegründet. 1770 ersetzte sie Cap-Haitien als Hauptstadt der französischen Kolonie und wurde 1804 Hauptstadt des unabhängigen Staats Haiti. 1861 wurde Port-au-Prince Bischofssitz und 1944 wurde die Universität gegründet.
Seit Anfang des Jahres 2004 herrschte in Haiti ein politischer Ausnahmezustand mit entsprechenden Unruhen und Unsicherheiten, die ihr Zentrum in Port-au-Prince hatten.
Wirtschaft
Port-au-Prince produziert Lebensmittel, und es existiert Seifen-, Textil-, Zement-, Schuh- und Lederindustrie.
Berühmte Einwohner
- Raoul Peck, Regisseur
- Richard M. Morse, Rockmusiker und Bandleader der Rockband „RAM“
- Sylva O. Joseph, Designer von Voodoo-Flaggen und -Symbolen
Berühmte Erwähnung in der Literatur
- Die Stunde der Komödianten von Graham Greene (1966). Verfilmt mit Liz Taylor und Richard Burton.
- Malko – Todeszauber auf Haïti von Gérard der Villiers (1980, franz. Originaltitel: Requiem pour Tontons Macoutes")
Kategorie:Ort in Haiti
Kategorie:Hauptstadt in Mittelamerika
Geschichte HaitisHaiti ist durch seine sehr wechselvolle und unruhige Geschichte geprägt. Stets stand es im Schatten weltpolitischer Ereignisse und wurde des Öfteren zum Spielball externer Machtinteressen jeglicher Art. Des weitern kämpfen Schwarze und französische Mulatten um die Vorherrschaft. So wundert es nicht, dass seit seiner Unabhängigkeit vor etwa 200 Jahren in Haiti 32 Militärputsche stattgefunden haben.
Geschichte bis zur Unabhängigkeit der Dominikanischen Republik
Siehe: Geschichte Hispaniolas.
Geschichte seit der Unabhängigkeit der Dominikanischen Republik bis 1915
Herard Rivière sprach nach dem Abfall der Dominikanischen Republik von Haiti über den Osten den Blockadezustand aus, rief die Nationalgarde zu den Waffen, und schon 10. März 1844 brachen zwei Heere, 20.000 Mann stark, nach Osten auf; doch ward die eine Kolonne, unter Pierrot, einem schwarzen General, schon auf dem Marsch von Pimentel bei Seybo geschlagen, und auch die zweite, unter Rivière selbst, erlitt er 9. April bei Santiago erneut eine Schlappe. Nun empörten sich in Haiti die Schwarzen gegen die Mulatten. Um zu retten, was noch zu retten war, willigten diese ein, dass ein Schwarzer, Guerrier, zum Präsidenten gewählt werde, zumal dieser bei seinem hohen Alter und seiner unmäßigen Neigung zum Trunk Hoffnung gab, dass die wirkliche Leitung der Geschäfte nach wie vor in den Händen der Farbigen bleiben werde. Wirklich wurde Guerrier schon Anfang 1845 ein Opfer seiner Trunksucht. Unter seinem Nachfolger Pierrot machten die Mulatten einen Versuch, ihren alten Einfluss wiederzugewinnen, und veranlassten am 25. Sept. 1845 zu Leogane einen Aufstand zugunsten der Zurückberufung Rivières. Die Bewegung wurde jedoch sofort unterdrückt, und die Mulatten sahen sich nun blutigen Verfolgungen ausgesetzt. Der Hass der Schwarzen äußerte sich unter anderem in einem Gesetz, das jede Ehe zwischen Weißen und Schwarzen verbot. Als sich Anfang 1846 der Volksunwille gegen den Präsidenten Pierrot wandte, gab dieser seine Sache sofort auf und trat in den Privatstand zurück. Der durch diese Revolution 28. Febr. 1846 auf den Stuhl gehobene Präsident war General Jean Bapt. Riché. Die Verfassung von 1843 wurde durch die vom 14. Nov. 1846 ersetzt, welche im Wesentlichen die von 1816 war. Der Präsident, ein fast 70jähriger Mann, aber noch von hoher Tatkraft, stellte in kurzer Zeit den Frieden auf der Insel wieder her, vermehrte die Hilfsquellen des Landes und ließ sich die Zivilisierung des haitischen Volkes angelegen sein. Zu früh für Haiti starb er 27. Febr. 1847.
Der als sein Nachfolger proklamierte General Faustin Soulouque versprach zwar in einem Erlass vom 3. März, das frühere Ministerium beizubehalten und die Politik seines Vorgängers fortzusetzen. Er begann jedoch seine Regierung mit einem Ministerwechsel, der die rohsten und den Weißen feindlichsten Schwarzen an das Ruder brachte, und Vorbereitungen zu einem Krieg gegen die Nachbarrepublik Soulouque machte. Im März 1849 kam es zu einem Einfall in San Domingo; indes in der | | |